Never say Never

Nachdem ich mit Deutsch meine letzte Abiturprüfung hinter mir hatte, lag die Konzentration voll auf der DM-Sprint. Beim technisch anspruchsvollem Vorlauf bin ich eigentlich ganz gut durchgekommen, so dass ich mich ohne Probleme mit einem 4. Platz fürs A-Finale qualifizieren konnte. Das Problem war nur leider, dass ich bereits zu Posten 3 einen Abhang hinunter ziemlich heftig aufs Kopfsteinpflaster gestürzt bin und die offene Platzwunde am Knie dann auch dazu führte, dass das Knie langsam anschwoll. Ins Finale ging es dann also mit Verband und einer etwas eingeschränkten Bewegungsfreiheit. Dennoch lief es bis kurz vor Schluss besser als ich gedacht hätte. Leider versaute ich mir mit einer Unsicherheit am Funkposten eine Platzierung unter den ersten 6 und endete auf einem 12. Rang. So zieht sich bis jetzt eine Pechsträhne durch meine Wettkämpfe, welche nicht zu enden gehen schien.

Am folgendem BRL Tag sollte sich das aber ändern. Es regnete in Strömen und wo man hinguckte sah man mies gelaunte Gesichter (Teils auf dem Weg zum Start und teils auf dem Weg vom Ziel zu trockenen Klamotten), die nicht gerade dazu einluden motiviert ins Rennen zu gehen. Ich erinnerte mich an die von Jan Birnstock in einem Trainingslager angesprochene ABC-Regel und konnte somit glücklich und voller Vorfreude auf das Rennen zum Start gehen.

ABC Modell: Ändern, Akzeptieren oder Gehen => kein Lamentieren, Jammern“

Kurzes Päuschen zwischen den Einheiten im Trainingslager

Ändern konnte ich das Wetter leider nicht und auf einen Start verzichten wollte ich auch nicht. Also schaffte ich es die Einstellung zu ändern und fing an mich trotz komplett durchnässten Sachen und der Kälte auf das Rennen zu freuen.
Genau das half zum Erfolg bei und ich siegte mit knapp 11 min. Vorsprung und bekam nette 95,56 Ranglistenpunkte. Die Pechsträhne schien zu reißen..

Hütte Nr.2 mit Gidof, Bojan, Esther, Sören, Chris

Direkt im Anschluss zur DM-Sprint und dem BRL ging es mit dem Herrenkader ins Trainingslager nach Frankreich und in die Schweiz. Es ist nicht übertrieben wenn ich sage, dass dieses Trainingslager das Physisch härteste Trainingslager in meinem Leben als Oler war. Nachdem die ersten Tage in sehr interessanten und technisch anspruchsvollen französischen Wäldern trainiert wurde, lag in der zweiten Hälfte für mich der Fokus besonders auf dem Sprinttraining, welches täglich nachmittags in Schweizer Stadtgebieten stattfand.

Korridor-OL mit GPS-Track

Zur Erklärung des Titels dieses Artikels: Never say Never ist nicht nur auf meine nun hoffentlich endgültig gerissene Pechsträhne bezogen, sondern auch auf unseren Soundtrack des Trainingslagers. Das hängt damit zusammen, dass Christoph Brandt einfach mal das komplette Justin Bieber Album auf zwei CDs im Auto liegen hatte. Natürlich wusste er überhaupt nicht woher diese CDs kommen, allerdings freundete sich der Kader langsam mit Christophs Musikgeschmack an und das Lied Never say Never wurde vor und nach jeder Fahrt zum Training wie auch zu Fahrten zum Einkaufen, Essen und zu Trainingsbesprechungen rauf und runter gehört und entwickelte sich somit zum Soundtrack des Sommertrainingslagers.

Nachdem ich dann also etwas zerstört von Wettkämpfen und Trainingslagern wieder spät abends zu Hause ankam, wurde es erst mal Zeit für Urlaub. Diesen bekam ich direkt am nächsten morgen. Von Paderborn aus flog ich mit 6 Freunden aus meinem Jahrgang für 4 Tage nach Mallorca. Erholung und Entspannung pur 🙂

Im Anschluss direkt zum Abiball und dann nochmal 3 Tage zur Erholung an den Edersee.

Zieleinlauf des 5km Volkslauf in Breuna

Daraufhin wurde das Training wieder neu aufgenommen und bis jetzt bin ich schon wieder 3 weitere Volksläufe gelaufen. Es ging direkt eine Woche nach dem Trainingslager los mit einem Volkslauf in Melsungen über 20 km wo ich einen 2. Platz erlaufen konnte. Eine Woche später lief ich in Breuna über die 5km ein recht gutes Rennen, welche  Christoph Brandt der in Kassel zu Besuch war gewann und der ehemalige Orientierungsläufer Niklas Heyser 11 Sekunden vor mir an zweiter Stelle einlief. Zuletzt bin ich gestern einen weiteren 5 km Volkslauf in Wehlheiden gelaufen, welchen ich gewinnen konnte. Am Freitag geht es dann zum 4. und letztem Volkslauf in Wehlheiden über die 10 km. Ich fühle mich nun nach der Pause vom Trainingslager läuferisch in einer super Verfassung und freue mich auf die JWOC in zwei Wochen 🙂

Artikel auf OL.de: hier und noch einer hier

Advertisements
Kategorien: Training, Urlaub und Ausflüge, Wettkämpfe | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

schreibe ein Kommentar (email muss NICHT angegeben werden)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: